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Augen Sehen, Ohren Horen: Eine Kindheit in Nazi-Deutschland 1933 - 1946 Eycke M Strickland

Augen Sehen, Ohren Horen: Eine Kindheit in Nazi-Deutschland 1933 - 1946

Eycke M Strickland

Published June 11th 2014
ISBN : 9780990407911
Paperback
216 pages
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 About the Book 

Eycke Strickland wurde 1933 im Herzen Deutschlands, dem Jahr in dem Adolf Hitler Kanzler wurde, geboren. Als sie zwei Jahre alt war und ihren Vater in seinem Segelflugzeug uber sich kreisen sah, glaubte sie, er hatte Flugel. Als sie funf Jahre altMoreEycke Strickland wurde 1933 im Herzen Deutschlands, dem Jahr in dem Adolf Hitler Kanzler wurde, geboren. Als sie zwei Jahre alt war und ihren Vater in seinem Segelflugzeug uber sich kreisen sah, glaubte sie, er hatte Flugel. Als sie funf Jahre alt war, horte sie zum ersten Mal das Wort Krieg, und sie vermutete dass es etwas Schreckliches war. 1939, als sie sechs Jahre alt war, brach der Zweite Weltkrieg aus. Sie sah Erwachsene die Hande ringen und horte sie flustern, dass ein Mann mit Namen Adolf sie in Gefahr bringen wurde, aber niemand erklarte ihr, wer Adolf war. Sie gab ihm die Schuld, dass ihr Vater, Karl Laabs, sein Architekturburo schliessen und sich von seiner Familie verabschieden musste, um auf einer Insel in der Nordsee Flugplatze zu bauen. 1941 wurde ihr Vater wieder einmal versetzt. Dieses Mal nach Chrzanow im sudwestlichen Polen, wo er als Kreisbaurat offentliche Bauprojekte beaufsichtigten sollte. Ein Jahr spater musste die Familie ihm folgen. Die dort zunachst bewohnte, mit Teerpappe bedeckte, heruntergekommene Hutte und der grosse Garten an der Auschwitzer Strasse war ein Paradies fur ihre Geschwister und sie. Die Grauen des Holocaust entfalteten sich vor ihren Augen. Auf ihrem Schulweg horte Eycke die Schreie inhaftierter judischer Familien. Ihr Bruder beobachtete nachts schattenhafte Gestalten auf dem Weg in ihre Scheune. Was Eycke zu der Zeit nicht wusste, war, dass ihr Grundstuck zeitweilig ein Zufluchtsort fur Juden war, obwohl die Todesstrafe darauf stand, Juden Unterschlupf zu gewahren. Zwischen 1941 und 1943 rettete ihr Vater viele Juden vor der Verschleppung in das 17 Kilometer entfernte Todeslager Auschwitz das Leben. Ein Gestapoagent uberwachte Haus und Hof, und als Agenten erschienen, um ihren Vater zu verhaften, uberlistete er sie. Er liess sich zur Luftwaffe einziehen und lehrte Jugendlichen das Segelfliegen. Mitte Januar 1945 fluchtete die siebenkopfige Familie aus Polen. Im tiefsten Winter, bei minus 26 Grad, Schnee und Eis, erreichten sie gerade noch den letzten Zug in Richtung Deutschland. Obwohl ihr Zug beschossen und bombardiert wurde, uberlebte die Familie die Flucht zuruck ins Reich. Anfang April fanden sie Zuflucht bei einer Pfarrersfamilie im Wesertal. Dort erlebten sie am 6. April den Einmarsch der Amerikaner. Als Fluchtlinge und von Hunger geplagt uberlebten sie im zerstorten und chaotischen Deutschland die nachsten Jahre. 1980 wurde Karl Laabs posthum von Yad Vashem, der Gedenkstatte fur Holocaust und Heldentum in Jerusalem, als Gerechter der Volker ernannt, und 1983 pflanzten Eycke und ihre Mutter einen Baum zu seinen Ehren auf der Allee der Gerechten. www.eyckestrickland.